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Schulleben: Von der ersten Klasse bis zum Abitur

Eine Lehrkraft begleitet die Klasse über viele Jahre. So wachsen die Kinder in einer stabilen Gemeinschaft – unabhängig vom angestrebten Abschluss.

Schüler:innen der Oberstufe
1–2

Ein sanfter Einstieg

Der Schulstart erfolgt spielerisch, mit rhythmischen Abläufen, Geschichten und künstlerischen Tätigkeiten wie Malen, Singen und Handarbeit. Das „bewegte Klassenzimmer“ gibt Raum für Bewegung, etwa beim Voltigieren oder Wandern. Eine pädagogische Fachkraft unterstützt im ersten Jahr. Englisch ab Klasse 1, Französisch ab Klasse 2.

3–4

Handwerk, Natur und Musik

Praktisches Lernen steht im Mittelpunkt: Hausbau-Epoche und Ackerbau-Projekt. Der Unterricht vertieft sprachliche und mathematische Grundlagen. Die 3. Klasse ist Streicherklasse – jedes Kind lernt ein Streichinstrument, ab der 4. Klasse spielen die Kinder im Unterstufen-Orchester.

5–6

Wissen erweitern

Die Schüler:innen erweitern ihr Wissen über Geschichte, Geografie und Naturwissenschaften. Musik und Handarbeit fördern weiterhin soziale und kreative Fähigkeiten. Ab der 5. Klasse wird Gartenbau unterrichtet, in der 6. Klasse kommt Werken hinzu.

Schüler:innen der Mittelstufe

Mittelstufe (Klasse 7–9): Raum zur Eigenverantwortung

Von der 7. bis zur 9. Klasse lösen zwei Tutor:innen die Klassenlehrkraft ab und unterstützen die Schüler:innen auf ihrem Weg zu mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Diese Phase ist geprägt von tiefgreifenden Veränderungen – körperlich, emotional und geistig. Unser Mittelstufenkonzept bietet Raum, die eigene Individualität zu entdecken und zu entfalten.

Der Unterricht wird um Physik, Chemie und Geometrie erweitert, während Werken, Gartenbau, Musik, Eurythmie und Malerei weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Fächer werden nicht nur kognitiv erfasst, sondern in vielfältigen Ausdrucksformen erfahren – durch handwerkliche Arbeiten, Theaterspiele oder eigene Forschungsprojekte.

Die Schüler:innen bereiten sich zunehmend auf die Abschlussjahre vor, indem sie eigenständiges und projektorientiertes Arbeiten erlernen. Projekte und Praktika stellen die Entwicklung sozialer Verantwortung in den Mittelpunkt.

Die 12.-Klass-Arbeit: Ein Jahr forschen, gestalten, wachsen

Über ein ganzes Jahr hinweg widmen sich die Jugendlichen einem selbstgewählten Thema. Dieses Herzensprojekt ermöglicht es, tief in einen Bereich einzutauchen und ihn wissenschaftlich wie kreativ zu bearbeiten – und dabei Organisation, Eigenverantwortung und die Kunst der überzeugenden Präsentation zu lernen.

Klasse 13: Die Abiturklasse

Die 13. Klasse dient der intensiven und gezielten Vorbereitung auf die zentralen Abiturprüfungen. Der Unterricht folgt den Vorgaben des Landes NRW und umfasst regelmäßige Probeklausuren, intensive Wiederholung sowie umfangreiches Coaching durch die Lehrkräfte.

Abschlüsse mit Perspektive

Wir bereiten unsere Schüler:innen gezielt auf alle staatlich anerkannten Abschlüsse vor. Sie haben damit die gleichen Zukunftschancen wie an staatlichen Schulen – mit dem Vorteil individueller Förderung.

  1. 11

    Fachoberschulreife

    Die Mittlere Reife (Realschulabschluss / FOR) nach der 11. Klasse – staatlich anerkannt, mit Perspektive auf Ausbildung, Fachhochschulreife oder Abitur.

  2. 12

    Mittlerer Schulabschluss

    Der MSA nach der 12. Klasse. Mit dem Qualifikationsvermerk (Q-Vermerk) berechtigt er zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

  3. 12

    Waldorfabschluss

    Der Höhepunkt der 12. Klasse: Klassenspiel, 12.-Klass-Arbeit und künstlerischer Abschluss in Eurythmie, Musik oder bildender Kunst – dokumentiert durch ein Gutachten.

  4. 13

    Abitur

    Die Allgemeine Hochschulreife nach der 13. Klasse (G9) in den zentralen Prüfungen des Landes – der Weg an alle Universitäten und Hochschulen.

Eltern im Gespräch auf dem Schulgelände

Elternmitarbeit: Ein aktives Miteinander

Wir verstehen unsere Schule als Schulgemeinschaft, in die sich alle Beteiligten – Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern – aktiv einbringen. Pro Familie sind im Schuljahr 25 Stunden Familienmitarbeit zu leisten: im Elternrat, einem Gremium oder in einem der vielen Arbeitskreise. Eltern, Großeltern und alle einer Familie zugehörigen Menschen können sich einbringen.

Jede Klasse veranstaltet an einem Samstag im Schuljahr einen Gartenaktionstag, an dem möglichst die gesamte Klassengemeinschaft teilnimmt: Beete für den Frühling vorbereiten oder winterfest machen, Laub harken, Bäume und Sträucher beschneiden.